Natürlich soll auch der neue Caddy als Resiemobil eingesetzt werden. Dazu gehört natürlich auch die obligatorische Schlafmöglichkeit. Hier will ich mal kurz zusammentragen, wie ich diese realisiert habe.
Meine alte Schlafkonstruktion passte natürlich nicht in den neuen Caddy. Die unterschiedlichen Modelle und die zusätzliche Rückbank verhinderten dies. Also galt es ein neues Bett zu basteln. Dabei habe ich mir folgende Anforderungen gestellt:
- möglichst leicht ein- und ausbaubar
- wenig Gewicht
- guter Zugang zum darunterliegenden Gepäck
- hintere Sitzbank soll für Fahrt nutzbar bleiben
Grundkonstruktion
Als Basis habe ich einen Ramen aus Kanthölzern gebaut, der die Liegefläche trägt. Aus Gewichtsgründen habe ich mich für 1,6x3cm dicke Kanthölzer entschieden. Das wirkt zwar etwas filigran, sollte aber halten.
Für die Höhe habe ich mich an der umgeklappten hiteren Sitzbank orientiert. Das ganze habe ich dann wie im Bild verleimt und zusammengeschraubt und noch mit kleinen Metallwinkeln verstärkt.
Für eine hintere Querstrebe habe ich mich bewusst dagegen entschieden, damit man mehr Gepäck unter der Liegefläche verstauen kann. Dafür gibt es den mittleren Fuß, der später zur Stabilisierung der Liegefläche dient. Dieser ist nur eingehängt und kann je nach Gepäck verschoben werden.
Liegefläche
Für die Liegefläche habe ich eine MDF-Platte in 0,9cm Stärke verwendet. Das ist schön dünn und spart Gewicht. Da die Länge des Kofferraums nur knapp 90cm lang ist, ich aber knapp 1,90m groß bin, habe ich die Platte in 3 Segmente zerteilt, um eine genügend große Liegeflache zu erhalten.
Die untere Platte ist so groß wie der Kofferraum und die beiden oberen sind jeweils ca. 55cm lang. Alle Segmente sind mit Scharnieren verbunden und können wie eine Zieharmonika ausgezogen werden. Dafür müssen die Hintersite umgeklappt und die Vordersitze ganz vor geschoben werden.
Das mittlere Segment liegt auf der umgeklappten Rücksitzbank auf. Das vorderste Segment muss mit einem Standfuß abgestützt werden, sonst würde es nach unten klappen. Dieser Standfuß ist ebenfalls aus den Kanthölzern zusammengeschraubt und wird in den hinteren Fußraum gestellt.
Finish
Damit die Rücksitzbank geschont wird und die Scharniere nicht so weit hervorstehen habe ich die gesammte Liegefläche mit Teppich verkleidet. Hierzu diente ganz einfacher Teppich aus dem Baumark, der mit Teppichklebeband fixiert und mit dem Tacker befestigt wurde. Neben der schonenden Wirkung sieht das ganze dann auch besser aus.
Die Liegefläche wird dann einfach auf die Grundkonstruktion gelegt. Vier angeschraubte Klotzchen an der Unterseite der Liegefläche sorgen für eine Fixierung. Dadurch kann man jederzeit die Platten anheben, um besser ans Gepäck zu kommen. Außerdem erleichtert diese Trennung den Ein- und Ausbau.
Inspiration
Inspiration zum Ganzen gab es hier.











hi, toller ausbau. ich plane garade den ausbau meines caddy, allerdings mit einem 2/3 bett, ausbaufähig auf 3/3 über die ganze breite. und da habe eine frage bezüglich des standfußes. wie hält der daß er nicht kippt?
danke vorab für eine antwort.
gruß katharina
Hallo Katharina,
der Standfuß für den Fußraum der Rücksitzbank wird bei mir nur hingestellt und durch das Gewicht der Liegefläche quasi eingeklemmt. Meistens habe ich dort eh noch andere Sachen stehen, die den Standfuß zusätzlich stützen. Es ist nicht die stabilste Konstruktion, aber bisher hat es recht gut gehalten. Für drei Leute müsste man sich aber sicherlich etwas stabileres einfallen lassen.
Viele Grüße, Dirk